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Gehölze mit schöner Rinde
Bäume und Sträucher mit ungewöhnlichen Rindenstrukturen und -farben setzen während der laublosen Zeit besondere Gartenakzente. Natürlich dauert es seine Zeit, bis ein Gartenbaum reichlich "Rindenpatina" angesetzt hat. Je älter ein Gehölz wird, desto markanter ist die Rindenpracht ausgebildet. Aber auch ungeduldige Gartenfreunde brauchen nicht auf den Rindenschmuck zu verzichten. Eine ganze Reihe von Ziersträuchern tragen von Anfang an bunte Triebe in Orange, Grün, Gelb und Rot. Sie sorgen schon ab dem ersten Pflanzjahr für Farbe im winterlichen Garten.

Ziersträucher mit Dekorrinde

Stachel-Aralie (Aralia elata):
Mehrstämmig wachsender Großstrauch mit bizarrem Wuchs für besondere Gartenplätze. Sein alter Name, „des Teufels Krückstock“, bezeichnet treffend die dicken, stacheligen, unheimlich wirkenden Grundtriebe. Die cremeweißen Trugdolden erscheinen im August und September. Das doppelt gefiederte, bis 70 cm große Laub färbt sich im Herbst gelb und mitunter auch rot. Ein Verjüngungsschnitt bis auf 50 cm ist möglich, nimmt dem bizarren Wuchs jedoch seine Ausstrahlung
und kann eine unerwünschte Ausläuferbildung fördern.

Gelbrindiger Hartriegel (Cornus stolonifera 'Flaviramea'):
Sträucher mit bunten Rinden sind ein wichtiger Farbspender im winterlichen Garten. Vor allem Vertreter der Gruppe der Hartriegel (Cornus) fallen durch ihren leuchtenden Triebschmuck auf. Der Gelbrindige Hartriegel setzt sich mit einer gelb-grünen Rinde in Szene. Der Laubstrauch wird etwa 200 cm hoch und gedeiht auch noch im Halbschatten. In einen Kübel gepflanzt, ein Dekotipp für die winterliche Terrasse.
Ein Rückschnitt im mehrjährigenTurnus fördert gefärbte Jungtriebe, radikale Rückschnitte sollten Sie jedoch vermeiden.

Weißbunter Purpur-Hartriegel (Cornus alba 'Sibirica Variegata'):
Strahlend weißes Laub, leuchtend rote Rinde, enorme Frosthärte und Robustheit, Vogel- und Sichtschutzgehölz - ein echter Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Der anspruchslose Strauch wächst in der Sonne und im Schatten. Die Wuchshöhe liegt zwischen 150 und 200 cm. Die cremefarbenen Trugdolden erscheinen im Mai und Juni. Die Früchte sind weißlich bis hellblau gefärbt. Verwendung findet das Ziergehölz im Hausgarten und im Kübel. Ein Rückschnitt im mehrjährigen Turnus fördert die
leuchtend rotrindigen Jungtriebe, jedoch sind radikale Verjüngungsschnitte mit zunehmendem Alter weniger Erfolg versprechend.

Gelbbunter Purpur-Hartriegel (Cornus alba ‘Spaethii‘):
Gelbbunter Bruder des Weißbunten Purpur-Hartriegels. Vitaler Allrounder, der das Thema „buntlaubiger Garten“ kontrastreich erweitert.

Niedriger Korkflügelstrauch (Euonymus alatus 'Compactus'):
Im Herbst entfacht der Korkflügelstrauch ein grandioses Laubfeuer mit glühend roter Färbung der Blätter. Dazu Korkleisten als Winterzierde - kurzum: ein Dekorstrauch allererster Güte. Der Standort für das Edelgehölz sollte sonnig bis halbschattig liegen. Der Strauch wächst breitbuschig und erreicht eine
Wuchshöhe von 100 cm. Die roten Früchte sind giftig; der Fruchtansatz ist jedoch gering. Verwendung im Hausgarten, Heidegarten, Steingarten und als frosthartes Kübelgehölz. Flachwurzler, niemals im Wurzelbereich graben. Schnitt möglich, verunstaltet aber die natürliche Schönheit des Strauches.

Der Korkflügelstrauch macht seinem Namen alle Ehre:
Schwarzer Bambus (Phyllostachys nigra): Ein ausgesprochen extravaganter Bambus. Die schwarzen Halme sind eine besondere Augenweide. Er passt in den Haus- und Japangarten. Als schnellwüchsiges Gehölz auch für Sandböden geeignet, bevorzugt der Schwarze Bambus eine geschützte Lage. Versorgen Sie die Pflanzen während des Sommers ausreichend mit Nährstoffen und Wasser. Alle Phyllostachys- Arten bilden Ausläufer. Um ihnen Einhalt zu gebieten, ist eine Rhizomsperre unerlässlich. Graben Sie die Rhizomsperre unbedingt mindestens 70 cm tief ein. Überwachsen vereinzelte Wandertriebe den Wall, stechen Sie sie sofort mit dem Spaten ab. Mit stabilen Sperren dämmen Sie die "Wanderlust" der Phyllostachys- Rhizome von vorne herein ein. Ein Mehraufwand, der sich bereits nach wenigen Jahren bezahlt macht.
Gartenbäume mit Dekorrinde

Tibetanische Kirsche, Mahagoni-Kirsche (Prunus serrula):
Diese Kirschenart wächst baumartig. Sie blüht weiß von April bis Mai. Das Besondere an ihr ist jedoch ihr feuerrotes Herbstlaub und im Winter der Blick auf die mahagonibraune, dekorativ abrollende Rinde. Das Gehölz wächst häufig mehrstämmig. Auf einen Schnitt sollte verzichtet werden, um nicht die natürliche Wuchsschönheit zu verunstalten.

Zimt-Ahorn (Acer griseum):
Rindenschönheit mit mehrstämmigem, trichterförmigem Wuchs. Die gelbe Doldenblüte im Mai ist eher unscheinbar. Seinen großen Auftritt hat dieser Edelahorn im Winter, wenn bis zu 4 cm große Flügelfrüchte, die über Winter hängen bleiben, zusammen mit der attraktiven, zimtbraunen Rinde den Betrachter erfreuen.

Gold-Birke (Betula ermanii):
Die Gold-Birke macht zunächst im April mit grün-gelben Blütenkätzchen auf sich aufmerksam. Der große Baum ist kalkverträglich und liebt einen sonnigen Standort. Er eignet sich mit seiner rosa-weißen, gold getönten Rinde für größere Hausgärten und große Heidegärten. Die papierartige Borke rollt sich dekorativ ab. Auf einen Schnitt sollte verzichtet werden. Er ist zwar möglich, verunstaltet aber die natürliche Wuchsschönheit des Laubbaumes.

Amberbaum (Liquidambar styraciflua):
Eine herbstliche Laubfärbung der Spitzenklasse zeigt der Amberbaum. Der schmal-kegelförmig wachsende Hausbaum mit dem kerzengeraden Wuchs lässt sein Herbstlaub in unbeschreiblichen Rot-, Gelb- und Orangetönen erstrahlen. Der Baum passt in größere Gärten und wächst rasch. Durch jährlichen Schnitt kann er auf einer gewünschten Höhe gehalten werden. Die Rinde zieren Korkleisten - ein hübscher Winterschmuck. Jungbäume sind etwas frostempfindlicher; im Alter ist der Amberbaum aber absolut frosthart.